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Palliativteam Krankenhaus St. Josef Braunau genießt hohes Ansehen

Foto: marschall pr, honorarfrei: OA Dr. Helmut Ziereis

Zweite Fachtagung des Braunauer Palliativteams am 26. Jänner. Exzellente nationale und internationale Referenten, hochqualitative Vorträge und Rekordbesuch von 200 Gästen aus dem In- und Ausland, hauptsächlich aus helfenden Berufen und ehrenamtliche Mitarbeiter aus den Bereichen Palliative Care und Hospizwesen.

Das alles widerspiegelt schon die große Anerkennung des innovativen Braunauer Palliativteams. Organisiert und moderiert wurde die Veranstaltung von OA Dr. Helmut Ziereis, ärztlicher Leiter des Palliativteams und Vorsitzender der Arbeitsgruppe Spiritualität der Österreichischen Palliativgesellschaft.
Spiritual Care wird in kaum einem anderen österreichischen Haus so intensiv praktiziert wie in St. Josef. Spiritual Care ist eine wichtige Säule der Palliative Care, es geht dabei um spirituelle Nöte und Bedürfnisse von Patienten mit schweren und meist nicht heilbaren Erkrankungen. Dort, wo die Medizin an ihre Grenzen kommt, ist deshalb spirituelle Betreuung besonders wichtig, etwa 75 % der Braunauer Patienten wünschen sich Spiritual Care. Diese ist die achtsame, respektvolle Tugend des Zeit-Gebens und Zuhörens. Gesprochen wird dabei über Gott und die Welt. Und das kann man einüben. Einmal im Monat treffen sich deshalb in Braunau Pflegekräfte und Ärzte, um sich über Spiritualität auszutauschen und die Thematik zu vertiefen. Die spirituelle Unterstützung wird allen Patienten angeboten unabhängig von ihrer Konfession oder ihrem Glauben, es geht also nicht um klassische Krankenhausseelsorge.
Der zweite Braunauer Palliativtag beschäftigte sich vorrangig mit Spiritual Care in ihrer praktischen Anwendung: etwa tiergestützte Therapie mit Hunden in einem Kinderhospiz, das Vertrauen des Patienten gewinnen, Feldkraisarbeit in der Palliative Care, lachen und Humor als wichtige Ressource im Umgang mit schwerstkranken und sterbenden Patienten. Höhepunkt war der Vortrag von Prof. Husebø aus Norwegen, Mitbegründer des Hospizwesens, der aufgrund seines fortgeschrittenen Alters kaum mehr Vortragseinladungen annehmen kann. Seine Referate sind in ihrer Art einzigartig, gleichermaßen fachlich bereichernd und emotional ergreifend. Er erklärte seine Ansicht zur Palliative Care anhand von realen Schicksalen mit authentischen Fotos der Betroffenen. Wie immer flossen auch dieses Mal Tränen der Rührung und der Trauer im Publikum.
Es ist ein großes Verdienst des Braunauer Palliativteams, ein für Schwerkranke so wichtiges Angebot anzubieten und dazu auch die Öffentlichkeit über die vielen positiven Zugänge zu Spiritual Care so profund zu informieren.

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